Warum Pinterest mehr als nur ein Social-Media-Netzwerk ist

Es ist 3:47 Uhr morgens. Ich schlafe seelig in meiner frisch gewaschenen Baumwoll-Bettwäsche. 

Irgendwo in Deutschland liegt eine Frau in ihrem Bett, die nicht schlafen kann. Vielleicht weil ihre Gedanken mal wieder nicht aufhören zu kreisen. Und ihr Gehirn entscheidet, dass jetzt der perfekte Zeitpunkt wäre, nach einer Lösung zu suchen.

Sie öffnet Pinterest und gibt etwas in die Suchleiste ein. Von da aus landet sie auf einem meiner Blogartikel. Gebannt liest sie, was meine Erfahrung zu dem Thema ist und findet sich darin wieder. Dankbar spürt sie, dass sie mit ihren Gedanken nicht alleine ist. Sie klickt auf den Link eines Produktes, welches ich empfehle und kauft es.

Ich bekomme eine Provision. Doch davon bekomme ich nichts mit, denn ich schlafe immer noch.

Im Schlaf Geld verdienen. Das klingt für viele nach einem Scam (zu deutsch Betrug)
Doch genau so funktioniert ein Pinterest Business. 

Was passives Einkommen wirklich bedeutet

Ich kanns nicht mehr hören, wie oft auf Instagram damit geworben wird: passives Einkommen. 

Wenn wir mal ehrlich sind: Es gibt keine Möglichkeit, passiv Geld zu verdienen. Zumindest nicht passiv in dem Sinne, dass du nichts dafür tun müsstest. Meistens bedeutet es, dass du einmal etwas tust und es dann immer wieder für dich arbeitet.

So funktioniert auch mein Pinterest Business: ich schreibe einen Blogartikel, der mir einmal Arbeit macht. Danach erstelle ich dafür Pins auf Pinterest, die Leser auf den Blog bringen. Während ein Post bei Instagram, eine Lebensdauer von ca. 24 Stunden hat, hat ein Blogartikel eine Lebensdauer von mehreren Monaten. Ich sags noch ein mal: eine Lebensdauer von MONATEN. Wenn du über Pinterest auf den Blog verweist, sogar Jahre. Pinterest ist eine Goldgrube und kaum jemand spricht darüber. In den USA boomt diese Plattform schon länger. Hier in Europa kennt und nutzt kaum jemand diesen Vorteil für sich. 

Pinterest ist kein Social-Media-Feed, der gescrollt wird und dann verschwindet. Pinterest ist eine Suchmaschine. Und Suchmaschinen werden von Menschen genutzt, die aktiv nach Lösungen suchen. 

Dazu kommen Affiliate-Links.

Du empfiehlst Produkte, die du selbst nutzt und für gut befindest. Wenn jemand über deinen Link kauft, bekommst du eine Provision. Ohne, dass du etwas erstellst, verschickst oder Rechnungen schreiben musst.

Das ist die Architektur. Super simpel und maximal unterschätzt.

Warum Pinterest? 

Ich habe mir wirklich viele Möglichkeiten angeschaut.
Trading: Ja, klingt ganz interessant. Aber man geht auch immer wieder Risiken ein, Geld zu verlieren. Das konnte ich mit meinem Nervensystem nicht vereinbaren.

UGC (User generated Content): ist sicher auch eine gute Möglichkeit. Aber man ist trotzdem abhängig davon, dass Firmen mit dir kooperieren wollen und ob du auch wirklich hinter den Produkten stehen kannst. Hier gibt es Deadlines und Auflagen, die du erfüllen musst. Außerdem muss man sich ggf. auch hier vor der Kamera zeigen und selbst wenn nicht, wäre es gut, wenn man ein paar Skills in Filmen hätte. Die ich weder hatte noch aufbauen wollte.

Network Marketing ist in meinen Augen ein richtig geiles Business-Modell, aber nur ohne Produktpartys, ständiges Netzwerken und diesen Kaltakquise-Bullshit. Über den Blog und Pinterest funktioniert das allerdings richtig gut. 

Und dann ist da noch Instagram: Die Plattform, auf der Menschen doom-scrollen, während sie aufm Klo hocken oder im Bett liegen, kurz bevor sie einschlafen. Die Nutzer suchen keine tiefen Themen, geschweige denn Lösungen. Sie suchen nach dem nächsten Dopamin-Kick, der sie maximal unterhält.

Pinterest ist das Gegenteil. Die Nutzer, die dort sind, suchen aktiv nach Lösungen. Sie tippen etwas in die Suchleiste ein, weil sie ein Problem oder eine Herausforderung haben, das sie lösen wollen. Sie kommen mit einer Kaufbereitschaft, die man bei Instagram-Nutzern vergebens sucht.  

Das ist der Unterschied zwischen jemandem, der zufällig an deinem Schaufenster vorbei läuft und jemandem, der gezielt in dein Geschäft kommt, weil er genau nach dem sucht, was du anbietest. 

Und genau das wollte ich doch. Blog und Pinterest sind der direkte Weg dahin. 

Was das konkret bedeutet

Stell dir vor, du hast zwanzig Blogartikel und jeder Artikel hat drei bis fünf Affiliate-Links. Du pinnst mehrere Pins zu jedem Blogartikel und Pinterest schickt täglich Traffic auf diese Artikel.

Zwanzig Artikel + Täglich Traffic + Links, die konvertieren = passive Einnahmen. 

Und das Schönste daran: Es läuft, wenn du in der Menstruation Ruhe brauchst. Es läuft, wenn du in der Lutealphase keine Energie für Content hast. Es läuft im Urlaub, beim Mittagsschlaf, beim Spaziergang, beim Kaffee, den du endlich in Ruhe trinkst.

Dein Instagram-Post von letztem Dienstag? ist tot und vergessen. Der Algorithmus hat ihn begraben unter zig tausenden anderen Beiträgen von anderen Creatorn.

Dein Blogartikel von letztem Jahr? Bringt heute noch Einnahmen.
Klingt zu gut, um wahr zu sein? 

Ich werde hier keine Versprechen machen, wie viel man damit verdienen kann. Einige Blogger verdienen damit 4-stellig, andere 5-stellig. Es gibt kaum Grenzen nach oben. Das hängt eben von ganz vielen verschiedenen Faktoren ab und ich halte nichts von Versprechen, die nach Märchen klingen. 

Warum das das zyklusfreundlichste Modell ist

Weil es das einzige Modell ist, das nicht täglich deine Energie braucht.

Du kannst Inhalte produzieren, wenn du dich danach fühlst, egal ob im Pyjama oder im Bett. Und wenn du in der Lutealphase und der Menstruation keine Lust hast, was zu schreiben, dann lässt du es eben. Weil das System auch so weiterläuft.

Kein schlechtes Gewissen mehr, wenn du drei Tage nicht postest. Kein Algorithmus, der dich abstraft, weil du ne Pause brauchst. Und auch kein Cortisol-Anstieg, weil du Angst hast, dass alles einbricht, wenn du aufhörst.

Es bricht nicht ein. Es läuft.

Das ist nicht nur ein Business-Modell. Das ist eine Entscheidung für dein Nervensystem. Für deinen Zyklus. Für ein Leben, in dem dein Business zu dir passt und nicht umgekehrt.

FAQ

Die Frage, die ich mir damals nicht gestellt habe

Ich hab immer gefragt: Wie werde ich auf Instagram sichtbarer?
Die bessere Frage wäre gewesen: Wie baue ich ein System, das ohne mich funktioniert?

Blog und Pinterest sind meine Antwort darauf. Es ist nicht passiv, aber es ist die einzige Möglichkeit, die sich für mich nach absoluter Freiheit anfühlt.

Denn alles hängt zusammen. Der Zyklus, das Nervensystem, das Geld. Und wenn alle drei in dieselbe Richtung arbeiten, passiert etwas, das sich ganz anders anfühlt als Erschöpfung.

Es fühlt sich an wie Ankommen. 💛

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